Das Passivhaus

Der Name "Passivhaus" leitet sich davon ab, dass im wesentlichen die "passive" Nutzung der vorhandenen Wärme aus der Sonneneinstrahlung durch die Fenster ausreicht.
Es ist eine Weiterentwicklung des Niedrigenergiehaus- ("NEH-") Standards. Es sorgt zu jeder Jahreszeit für behagliches Innenklima ohne ein herkömmliches Heizsystem.
Der Jahresheizwärmebedarf(Energiekennzahl) darf in Oberösterreich nicht über 10 kWh/m²a (Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr) sein.
Passivhäuser brauchen etwa 80% weniger Heizenergie als Neubauten nach den österreichischen Bauordnungen.

Das Niedrigstenergiehaus

Dieser Begriff ist als Steigerung des "Niedrigenergiehaus" an sich nur gebräuchlich, um eine ausgezeichnete thermische Gebäudequalität zu beschreiben, die den Passivhausstandard jedoch nicht ganz erreicht oder erreichen will.
Durch die Wohnbauförderung NEU (2005) wurde in Oberösterreich die Kategorie des Niedrigstenergiehaus eingeführt. Von einem Niedrigstenergiehaus spricht man in diesem Zusammenhang, wenn eine Nutzheiz-Energiekennzahl (NEZ) von höchstens 30 kWh/m²a erreicht wird. Die Vorteile eines Niedrigstenergiehauses sind u.a. ein höherer Wohnkomfort, geringere Energiekosten und eine erhöhte Wohnbauförderung(bis zu ¤ 17.000,-).

Das Niedrigenergiehaus

Das OÖ. Niedrigenergiehaus ist als Haus mit einer Nutzheiz-Energiekennzahl kleiner 50 kWh/m²a definiert.
Richtwerte für die Bauteile:
Es gibt keine generellen Aussagen über notwendige U-Werte, da diese auch stark von der Bauform abhängen.
Als Anhaltspunkte für die U-Werte können gelten:
-Außenwände: kleiner 0,2 W/m²K
-Fenster: Verglasung zumindest 0,9 W/m²K
-Decken und Dachschrägen: kleiner 0,15 W/m²K

Das Luftkollektorhaus

Die Wärme wird über Hohlräume(Hypokausten), welche auch schon in der römischen Kultur Anwendung fand,verteilt.Dies geschieht in Form von doppelten Wänden, Böden oder Decken .
Vom Masse-speicher ausgehend steigt warme Luft nach oben und verteilt sich gleichmäßig in allen Hohlräumen des Hauses und sorgt so für ein behagliches Wohnklima.